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|{{Box2|Ueberschrift=Neue Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CAT-Thermometer2100.png|Breite=220px}}Das '''[[2-Grad-Ziel]]''': Die Weltgemeinschaft hat sich auf der Pariser Klimakonferenz 2015 darauf verständigt, die Grenze der globalen Mitteltemperatur von 2,0 °C, möglichst sogar von 1,5 °C, über dem vorindustriellen Niveau bis 2100 nicht zu überschreiten, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Das Pariser Abkommen gilt für alle Staaten der Erde. Die meisten Staaten haben im Rahmen des Abkommens eigenständige nationale Klimaschutzziele definiert. Können die Grenzen von Paris eingehalten werden? Immerhin hat sich die Erde seit Beginn der Industrialisierung bereits um 1 °C erwärmt und erwärmt sich z.Zt. ungebremst weiter. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere 0,5 °C bereits im System stecken. Und die Selbsverpflichtungen der Staaaten laufen eher auf eine Temperaturerhöhung von 3 °C hinaus. Angesichts dieser Situation meinen viele Experten, dass nur noch künstliche Eingriffe in das Klimasystem, sog. negative Emissionen durch Entzug von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, helfen können.<br />  
 
|{{Box2|Ueberschrift=Neue Artikel|Fliesstext={{Bild-links|Bild=CAT-Thermometer2100.png|Breite=220px}}Das '''[[2-Grad-Ziel]]''': Die Weltgemeinschaft hat sich auf der Pariser Klimakonferenz 2015 darauf verständigt, die Grenze der globalen Mitteltemperatur von 2,0 °C, möglichst sogar von 1,5 °C, über dem vorindustriellen Niveau bis 2100 nicht zu überschreiten, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Das Pariser Abkommen gilt für alle Staaten der Erde. Die meisten Staaten haben im Rahmen des Abkommens eigenständige nationale Klimaschutzziele definiert. Können die Grenzen von Paris eingehalten werden? Immerhin hat sich die Erde seit Beginn der Industrialisierung bereits um 1 °C erwärmt und erwärmt sich z.Zt. ungebremst weiter. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere 0,5 °C bereits im System stecken. Und die Selbsverpflichtungen der Staaaten laufen eher auf eine Temperaturerhöhung von 3 °C hinaus. Angesichts dieser Situation meinen viele Experten, dass nur noch künstliche Eingriffe in das Klimasystem, sog. negative Emissionen durch Entzug von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, helfen können.<br />  
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Aktuelle Version vom 11. Juli 2019, 22:08 Uhr

1 KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

1.1 Neue Artikel

CAT-Thermometer2100.png
Das 2-Grad-Ziel: Die Weltgemeinschaft hat sich auf der Pariser Klimakonferenz 2015 darauf verständigt, die Grenze der globalen Mitteltemperatur von 2,0 °C, möglichst sogar von 1,5 °C, über dem vorindustriellen Niveau bis 2100 nicht zu überschreiten, um einen gefährlichen Klimawandel zu vermeiden. Das Pariser Abkommen gilt für alle Staaten der Erde. Die meisten Staaten haben im Rahmen des Abkommens eigenständige nationale Klimaschutzziele definiert. Können die Grenzen von Paris eingehalten werden? Immerhin hat sich die Erde seit Beginn der Industrialisierung bereits um 1 °C erwärmt und erwärmt sich z.Zt. ungebremst weiter. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere 0,5 °C bereits im System stecken. Und die Selbsverpflichtungen der Staaaten laufen eher auf eine Temperaturerhöhung von 3 °C hinaus. Angesichts dieser Situation meinen viele Experten, dass nur noch künstliche Eingriffe in das Klimasystem, sog. negative Emissionen durch Entzug von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, helfen können.



Nordsee Niederschlag DiffII RCP8.5 Winter.jpg
Klimaprojektionen Nordseeraum Die Nordsee-Region wird von zwei natürlichen atmosphärischen Schwankungen dominiert, der Nordatlantischen Oszillation (NAO) und der Arktischen Oszillation (AO), die durch Luftdruckgegensätze zwischen Island und den Azoren bzw. hohen und mittleren Breiten bestimmt werden. Klimamodelle zeigen nach dem Szenario RCP4.5 eine allgemeine Verstärkung der NAO und AO bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Zunehmend spielen außerdem blockierende Wetterlagen eine Rolle, die durch das Abschmelzen des arktischen Polareises durch den Klimawandel länger anhalten. Die Folge wird eine Zunahme von Wetterextremen sein. So wird es über den an die Nordsee angrenzenden Landgebieten mehr Hitzewellen und intensivere Starkregenereignisse geben.

1.2 Bildersammlung

Ocean-acidification chem.jpg
Bilder mit freien Lizenzen Hier entsteht eine Sammlung von Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut.

1.3 Aktuelle Entwicklungen

Ca Wildfire09Nov2018.png
Immer stärkere Waldbrände in Kalifornien Seit den 1970er Jahren hat sich die Anzahl der großen Brände in Kalifornien deutlich erhöht. Auch die Flächen, die diese großen Brände erfasst haben, vergrößerten sich deutlich. Hinzu kam eine immer längere Feuersaison. Nach einer mehrjährigen Dürreperiode 2012-2016 und starken Regenfällen Anfang 2017, die für ausreichend Brennmaterial sorgten, brachen 2017 die bis dahin stärksten Feuer des Landes aus, die zugleich die bis dahin meisten Todesopfer forderten. Das Jahr 2018 überbietet aber auch diesen Rekord: mit den größten Feuerflächen, den meisten Todesopfern und und der mit Abstand umfangreichsten Zerstörung von Wohngebäuden. Die Wissenschaft sieht darin eine starke Mitwirkung des Klimawandels. Der amtierende US-Präsident klagt dagegen das kalifornische Feuer-Management an. Mehr: Waldbrände in Kalifornien


EU global Juli 2018.jpg
Hitzewellen in Europa Seit Beginn des neuen Jahrhunderts wurde Europa mehrfach von starken Hitzewellen heimgesucht. Zumeist waren davon größere Gebiete betroffen. So erstreckte sich die Hitzewelle 2003 über fast ganz Mittel- und Südeuropa, und von der Hitzewelle 2015 waren zunächst West- und anschließend Mittel-Osteuropa betroffen. Die Hitzewellen 2010 und 2017 erstreckten sich über das westliche Russland bzw. mehrere Mittelmeerländer. Die jüngste Hitzewelle 2018 ereignete sich über ganz Skandinavien und das nordwestliche und zentrale Mitteleuropa. Diese Hitzewelle zeichnete sich vor allem durch langanhaltende hohe Temperaturen von April bis August und eine starke Trockenheit aus. Mehr: Hitzewellen Europa


Antarctic sea ice Nov.2016.png
Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2016 wurde zwar nicht das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht. Die Meereisausdehnung war aber etwa genau so gering wie im September 2007, als der bisher zweitniedrigsten Wert beobachtet wurde. Ende 2016 verzeichnete aber das November-Eis ein seit Beginn der Satellitenmessungen nie dagewesenes Minimum mit fast 3 Mio. km2 unter dem Mittel der 1980er Jahre.
Noch viel erstaunlicher aber war zur selben Zeit die Entwicklung der Ausdehnung des antarktischen Meereises (Abb. links). Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten eher leicht zu, worüber es vierschiedene Erklärungsversuche gibt. Im November 2016, d.h. im Frühsommer der Südhalbkugel, lag die Ausdehung jedoch entgegen dem bisherigen Trend mit fast 2 Mio km2 unter dem Mittel der Jahre 1981-2010 weit unter allen bisherigen Werten für November seit 1978, dem Beginn der Satellitenbeobachtung. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


Temp global aktuell.jpg

2016 das wärmste Jahr! Nach der Jahrhundertwende schien es zunächst, als ob sich die globale Mitteltemperatur trotz einer steigenden Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht weiter erhöhen würde. Die Werte im neuen Jahrhundert lagen nur bei wenigen Jahren geringfügig über dem Spitzenjahr am Ende des letzten Jahrhunderts, 1998. In manchen Medien wurde ein Aussetzen des Klimawandels ausgerufen, und in der Wissenschaft wurde nach Gründen für die "Klimapause" gesucht. Mit den Daten der Jahre 2014 bis 2018 meldete sich jedoch der Klimawandel zurück. Die Jahresmitteltemperatur des Jahres 2014 lag deutlich über den bisherigen Rekordwerten, obwohl es 2014 keinen El Niño gab. Jene ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik mit globalen Auswirkungen hatte 1998 zu einem warmen Rekordjahr gemacht und hat aktuell dazu beigetragen, dass 2015 und 2016 als bisher wärmste je gemessene Jahre das Jahr 2014 noch einmal deutlich übertroffen haben. 2017 und 2018 gehörten dann aber trotz eines schwachen La-Niña-Einflusses ebenfalls noch zu den vier wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen.Mehr zur aktuellen Klimaänderung

1.4 Climate Engineering

CE Verfahren.jpg
Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und liegt inzwischen bei über 400 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

1.6 Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang


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