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[[Bild:Global deltas population.jpg||left|220 px]]'''[[Hochwasser in Deltagebieten]]''' In den letzten 100 Jahren ist die Bevölkerung in den großen Deltagebieten der Erde dramatisch gestiegen, so dass Deltas heute zu den Regionen mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Erde gehören. Gegenwärtig leben und arbeiten 600 Mio. Menschen in und am Rande von Deltas. Deltas sind in doppelter Hinsicht von Überschwemmungen bedroht. Zum einen kommt es zu Bodenabsenkungen durch Grundwasserentnahme, Bebauungen und Eindeichungen in den Deltagebieten selbst sowie durch Staudämme an den Oberläufen der Zuflüsse, die die Flusssedimente zurückhalten. Zum anderen beroht der durch den Klimawandel steigende Meeresspiegel die oft nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen und die großen Städte der Deltas. Beispiele: [[Hochwasser im Mekong-Delta]] und [[Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta]].
 
 
 
 
[[Bild:Global deltas population.jpg||left|220 px]]'''[[Hochwasser in Deltagebieten]]''' In den letzten 100 Jahren ist die Bevölkerung in den großen Deltagebieten der Erde dramatisch gestiegen, so dass Deltas heute zu den Regionen mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Erde gehören. Gegenwärtig leben und arbeiten 600 Mio. Menschen in und am Rande von Deltas. Deltas sind in doppelter Hinsicht von Überschwemmungen bedroht. Zum einen kommt es zu Bodenabsenkungen durch Grundwasserentnahme, Bebauungen und Eindeichungen in den Deltagebieten selbst sowie durch Staudämme an den Oberläufen der Zuflüsse, die die Flusssedimente zurückhalten. Zum anderen beroht der durch den Klimawandel steigende Meeresspiegel die oft nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen und die großen Städte der Deltas. Außerdem: [[Hochwasser im Mekong-Delta]] und [[Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta]].
 
 
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Version vom 16. Januar 2020, 11:32 Uhr

1 KLIMAWANDEL UND KLIMAFOLGEN

1.1 Neue und überarbeitete Artikel

Australia fire 2020 Jan.jpg
Waldbrände in Australien: Australien erlebt mit den aktuellen Wald- und Buschbränden wahrscheinlich die größte und verheerendste Feuerkatastrophe seiner Geschichte. In den Provinzen Queensland, New South Wales und Victoria haben die Brände, denen gegenüber die Feuerwehrleute vielfach machtlos erscheinen, Tausende von Häusern zerstört und Dutzende Tote gefordert. Der Ruß der Rauchschwaden hat sich sogar auf Neuseelands Gletscher nieder gelassen und sie dunkel gefärbt und bereits Südamerika überquert. Hintergrund sind ein extrem heißer Frühling und Sommer sowie die geringsten Niederschläge seit Jahrzehnten. Sie treiben die Verdunstung an und lassen die Pflanzen austrocknen. Dass daran der globale Klimawandel einen Anteil hat, gilt als wahrscheinlich. Gründe liegen aber auch in der Geschichte des Landes, in dem Wechsel des Feuerregimes der Aborigineszu dem der eingewanderten Europäer.



Global deltas population.jpg
Hochwasser in Deltagebieten In den letzten 100 Jahren ist die Bevölkerung in den großen Deltagebieten der Erde dramatisch gestiegen, so dass Deltas heute zu den Regionen mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Erde gehören. Gegenwärtig leben und arbeiten 600 Mio. Menschen in und am Rande von Deltas. Deltas sind in doppelter Hinsicht von Überschwemmungen bedroht. Zum einen kommt es zu Bodenabsenkungen durch Grundwasserentnahme, Bebauungen und Eindeichungen in den Deltagebieten selbst sowie durch Staudämme an den Oberläufen der Zuflüsse, die die Flusssedimente zurückhalten. Zum anderen beroht der durch den Klimawandel steigende Meeresspiegel die oft nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen und die großen Städte der Deltas. Beispiele: Hochwasser im Mekong-Delta und Hochwasser im Ganges-Brahmaputra-Meghna-Delta.

1.2 Bildersammlung

Patagonia glacier retreat.jpg
Bilder mit freien Lizenzen: Eine Sammlung von z.Zt. über 700 Abbildungen mit freien Lizenzen, die - meistens unter bestimmten Bedingungen - weiter verwendet werden können. Es gibt z.B. Bilder zu folgenden Kategorien: Atmosphärische Zirkulation, Dürren, Eisschilde, Tropische Wirbelstürme etc. Die Bilder entstammen frei zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, Plattformen von Organisationen, die weitgehend copyrightfreies Material zur Verfügung stellen, und z.T. auch Büchern. Sie sind mit Erläuterungen versehen und wichtigen Themen des Klimawiki zugeordnet, was ein Verständnis im sachlichen Kontext ermöglicht. Die Sammlung wird ausgebaut.

1.3 Aktuelle Entwicklungen

EU global Juli 2018.jpg
Hitzewellen in Europa Seit Beginn des neuen Jahrhunderts wurde Europa mehrfach von starken Hitzewellen heimgesucht. Zumeist waren davon größere Gebiete betroffen. So erstreckte sich die Hitzewelle 2003 über fast ganz Mittel- und Südeuropa, und von der Hitzewelle 2015 waren zunächst West- und anschließend Mittel-Osteuropa betroffen. Die Hitzewellen 2010 und 2017 erstreckten sich über das westliche Russland bzw. mehrere Mittelmeerländer. Die Hitzewelle 2018 zeichnete sich vor allem durch langanhaltende hohe Temperaturen von April bis August und eine starke Trockenheit aus. Ein Jahr später wartete bereits der Monat Juni mit Rekordtemperaturen auf, die in Deutschland einen Monat später noch übertroffen wurden. Nicht nur die Mitteltemperaturen waren im Juni und Juli 2019 so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Messungen. In Südfrankreich wurde mit 45.9 °C auch eine neue Maximumtemperatur gemessen. Mehr: Hitzewellen Europa


Arctic ice-extent Sept1979-2019.png
Immer weniger Meereis Das arktische Meereis hat bisher vor allem im September, dem Monat seiner geringsten Ausdehnung, stark abgenommen. Im September 2019 wurde zwar nicht das bisherige Minimum vom September 2012 erreicht. Die Meereisausdehnung war aber etwa genau so gering wie im September 2007, als der bisher zweitniedrigsten Wert gemessen wurde. In der zweiten September-Hälfte 2019 lagen die Werte aber deutlich unter denen von 2007. Über den Zeitraum 1979-2019 zeigt das September-Eis eine Rate von -12,9 % pro Jahrzehnt.
Das antarktische Meereis nahm in den letzten Jahrzehnten dagegen eher leicht zu, worüber es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Seit 2016 lag die Ausdehung jedoch bis zum aktuellen Jahr leicht unter dem Mittel der Jahre 1981-2010. Mehr: Arktisches Meereis, Antarktisches Meereis


Temp global aktuell.jpg

2016 das wärmste Jahr! Nach der Jahrhundertwende schien es zunächst, als ob sich die globale Mitteltemperatur trotz einer steigenden Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht weiter erhöhen würde. Die Werte im neuen Jahrhundert lagen nur bei wenigen Jahren geringfügig über dem Spitzenjahr am Ende des letzten Jahrhunderts, 1998. In manchen Medien wurde ein Aussetzen des Klimawandels ausgerufen, und in der Wissenschaft wurde nach Gründen für die "Klimapause" gesucht. Mit den Daten der Jahre 2014 bis 2018 meldete sich jedoch der Klimawandel zurück. Die Jahresmitteltemperatur des Jahres 2014 lag deutlich über den bisherigen Rekordwerten, obwohl es 2014 keinen El Niño gab. Jene ungewöhnliche Erwärmung im tropischen Pazifik mit globalen Auswirkungen hatte 1998 zu einem warmen Rekordjahr gemacht und hat aktuell dazu beigetragen, dass 2015 und 2016 als bisher wärmste je gemessene Jahre das Jahr 2014 noch einmal deutlich übertroffen haben. 2017 und 2018 gehörten dann aber trotz eines schwachen La-Niña-Einflusses ebenfalls noch zu den vier wärmsten Jahren seit Beginn der Messungen.Mehr zur aktuellen Klimaänderung

1.4 Climate Engineering

CE Verfahren.jpg
Trotz zahlreicher Warnungen aus der Wissenschaft vor den Folgen des Klimawandels zeigen die internationalen Bemühungen um den Klimaschutz nur wenig Wirkung. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre steigt mit 3,1 % pro Jahr unvermindert an und liegt inzwischen bei über 400 ppm. Angesichts dieser Entwicklung halten es viele Wissenschaftler für kaum noch möglich, dass das allgemein anerkannte Klimaziel, den globalen Temperaturanstieg auf 2 °C oder gar 1,5 °C zu begrenzen, erreicht werden kann. Daher werden zunehmend Eingriffe in das Klimasystem diskutiert, die die Auswirkungen des Klimawandels begrenzen sollen. Solche Eingriffe werden unter dem Begriff Climate Engineering zusammengefasst. Dabei geht es zum einen um die nachträgliche Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre und zum anderen um die Beeinflussung der Sonneneinstrahlung.

Climate Engineering, Solar Radiation Management (SRM), Modifikation mariner Schichtwolken, Climate Engineering und Arktisches Meereis, Ozeandüngung, Kohlendioxidentzug durch Aufforstung, Ökonomische Aspekte des Climate Engineering, Politische Herausforderungen von Climate Engineering

1.6 Bildungswiki Klimawandel

Das "Bildungswiki Klimawandel" ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Bildungsserver, dem Climate Service Center und dem Hamburger Bildungsserver zum Aufbau einer Enzyklopädie über den anthropogenen Klimawandel und seine Folgen. In der sachlichen Richtigkeit sind die Artikel an den Ergebnissen aktueller wissenschaftlicher Veröffentlichungen orientiert, die in renommierten Fachzeitschriften erschienen und zumeist in die zusammenfassenden Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC eingegangen sind.

Anmeldung zur Mitarbeit bitte über Dieter Kasang.

Kontakt: Dieter Kasang


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